Den Blick nach vorne: Sarah Petrausch will mit dem USC ins Viertelfinale. (Foto: Stefan Gertheinrich)
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Da ist sie, die erste "Englische Woche" des USC Münster in
der noch so frischen Saison 2014/15. Vier Tage nach dem starken
Auftritt am Samstag und dem verdienten
3:0-Bundesliga-Auswärtssieg bei den Ladies in Black Aachen,
ist der USC am Mittwochabend im Achtelfinale des DVV-Pokals bei den
VolleyStars Thüringen gefordert. Und am Sonntag wartet dann
mit dem amtierenden Deutschen Meister Dresdner SC der nächste
dicke Brocken auf die Unabhängigen.
Doch Trainer Axel Büring, im 20. Jahr Trainer des
Erstligisten aus Westfalen, ist zu erfahren, an sich oder seine
Spielerinnen jetzt schon das Bundesliga-Highlight Dresden
herankommen zu lassen. Das wichtigste Spiel dieser Englischen Woche
ist - zumindest bis zum verwandelten Matchball - die Pokalpartie in
der Suhler Wolfsgrube, dem Wohnzimmer der VolleyStars.
Der DVV-Pokal - er ist und bleibt der kürzeste Weg zu einem
Titel für die Bundesligisten. Und daher gibt es auch keine
einzige Mannschaft, die diesen Wettbewerb en passant wahrnimmt.
Ganz sicher nicht der USC, ganz sicher auch nicht der Gastgeber aus
Thüringen, dessen Existenz in der Bundesliga im Sommer ja
kurzzeitig an einem seidenen Faden hing.
Dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat, dieser These stimmt
auch USC-Coach Axel Büring zu. Wenn auch nicht
vollumfänglich: "Das Feld ist genauso groß wie in einem
Bundesligaspiel. Und wir versuchen genauso, die Aufgabe zu
lösen. Wir wollen unsere Leistung bringen und uns gut
vorbereiten. Und wenn dann die Siegchance da ist, dann wollen wir
sie nutzen. Wie auch am Samstag schon in Aachen", so der
47-Jährige.
Allerdings gebe es da auch Dinge, auf die man als Mannschaft
nicht unbedingt Einfluss habe. Beispielsweise, oder in erster
Linie, auf den Gegner, dessen Form: "Die Suhler haben gegen Hamburg
klar gewonnen und standen in Schwerin vor einer kleinen Sensation.
In beiden Spielen haben sie sehr gut gespielt. Gegen Stuttgart am
letzten Wochenende allerdings nicht so gut", weiß Büring
über den Gegner. "Das will aber für Mittwoch nichts
heißen. Die VolleyStars werden alles daran setzen, uns da zu
bezwingen. Und schließlich standen die im März noch im
Finale!"
Büring weiß aber auch, dass der Gegner aus
Thüringen zur laufenden Serie seinen Etat etwas
zurückfahren musste. So haben die neu formierten Stars mit
zehn Akteurinnen sogar noch eine Spielerin weniger im Kader als der
USC. "Langfristig wird sich das auswirken. Aber kurzfristig kann
das auch gut sein. Da herrschen klare Hierarchien, und Suhl spielt
locker und befreit, also ohne Druck, auf. Das zusammen kann zu
außerordentlichen Leistungen führen", ist Büring vor
der Truppe von Coach Sebastian Leipold gewarnt. Zudem hat
Büring beobachtet: "Die VolleyStars schlagen taktisch und gut
auf, sind spielerisch gut und variabel. Und Anika Brinkmann ist in
ausgezeichneter Form", lobt der USC-Mann die ehemalige
Münsteranerin in Suhler Reihen.
Auf USC-Seiten lief es zuletzt allerdings auch durchaus rund.
Erst der klare Sieg beim Vorjahresdritten in Aachen, dann gute
Trainingseinheiten - und am Mittwoch steht nun auch Sina Fuchs, die
dienstälteste Unabhängige (seit 2006 im Verein) zu ihrem
Comeback nach zwei Jahren verletzungsbedingter Zwangspause parat.
Fuchs erhöht die Optionen für Büring, und das ist
dem Coach extrem wichtig. Denn den Einzug ins Viertelfinale wollen
die Münsteranerinnen diesmal unbedingt. Und es wäre auch
eine kleine Revanche für den Pokal-K.O. vor fast genau einem
Jahr in eigener Halle gegen eben jene VolleyStars.
published on Tuesday, November 4, 2014 at 4:30 PM; created by Lutz Hackmann, USC Münster e.V.
Last modification: 11/4/14, 4:45 PM