Pokalsieger 2025

USC will in die Runde der besten Acht

VolleyStars Thüringen vs. USC Münster, 11/5/14, POK F
Den Blick nach vorne: Sarah Petrausch will mit dem USC ins Viertelfinale. (Foto: Stefan Gertheinrich)
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Da ist sie, die erste "Englische Woche" des USC Münster in der noch so frischen Saison 2014/15. Vier Tage nach dem starken Auftritt am Samstag und dem verdienten 3:0-Bundesliga-Auswärtssieg bei den Ladies in Black Aachen, ist der USC am Mittwochabend im Achtelfinale des DVV-Pokals bei den VolleyStars Thüringen gefordert. Und am Sonntag wartet dann mit dem amtierenden Deutschen Meister Dresdner SC der nächste dicke Brocken auf die Unabhängigen.

Doch Trainer Axel Büring, im 20. Jahr Trainer des Erstligisten aus Westfalen, ist zu erfahren, an sich oder seine Spielerinnen jetzt schon das Bundesliga-Highlight Dresden herankommen zu lassen. Das wichtigste Spiel dieser Englischen Woche ist - zumindest bis zum verwandelten Matchball - die Pokalpartie in der Suhler Wolfsgrube, dem Wohnzimmer der VolleyStars.

Der DVV-Pokal - er ist und bleibt der kürzeste Weg zu einem Titel für die Bundesligisten. Und daher gibt es auch keine einzige Mannschaft, die diesen Wettbewerb en passant wahrnimmt. Ganz sicher nicht der USC, ganz sicher auch nicht der Gastgeber aus Thüringen, dessen Existenz in der Bundesliga im Sommer ja kurzzeitig an einem seidenen Faden hing.

Dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat, dieser These stimmt auch USC-Coach Axel Büring zu. Wenn auch nicht vollumfänglich: "Das Feld ist genauso groß wie in einem Bundesligaspiel. Und wir versuchen genauso, die Aufgabe zu lösen. Wir wollen unsere Leistung bringen und uns gut vorbereiten. Und wenn dann die Siegchance da ist, dann wollen wir sie nutzen. Wie auch am Samstag schon in Aachen", so der 47-Jährige.

Allerdings gebe es da auch Dinge, auf die man als Mannschaft nicht unbedingt Einfluss habe. Beispielsweise, oder in erster Linie, auf den Gegner, dessen Form: "Die Suhler haben gegen Hamburg klar gewonnen und standen in Schwerin vor einer kleinen Sensation. In beiden Spielen haben sie sehr gut gespielt. Gegen Stuttgart am letzten Wochenende allerdings nicht so gut", weiß Büring über den Gegner. "Das will aber für Mittwoch nichts heißen. Die VolleyStars werden alles daran setzen, uns da zu bezwingen. Und schließlich standen die im März noch im Finale!"

Büring weiß aber auch, dass der Gegner aus Thüringen zur laufenden Serie seinen Etat etwas zurückfahren musste. So haben die neu formierten Stars mit zehn Akteurinnen sogar noch eine Spielerin weniger im Kader als der USC. "Langfristig wird sich das auswirken. Aber kurzfristig kann das auch gut sein. Da herrschen klare Hierarchien, und Suhl spielt locker und befreit, also ohne Druck, auf. Das zusammen kann zu außerordentlichen Leistungen führen", ist Büring vor der Truppe von Coach Sebastian Leipold gewarnt. Zudem hat Büring beobachtet: "Die VolleyStars schlagen taktisch und gut auf, sind spielerisch gut und variabel. Und Anika Brinkmann ist in ausgezeichneter Form", lobt der USC-Mann die ehemalige Münsteranerin in Suhler Reihen.

Auf USC-Seiten lief es zuletzt allerdings auch durchaus rund. Erst der klare Sieg beim Vorjahresdritten in Aachen, dann gute Trainingseinheiten - und am Mittwoch steht nun auch Sina Fuchs, die dienstälteste Unabhängige (seit 2006 im Verein) zu ihrem Comeback nach zwei Jahren verletzungsbedingter Zwangspause parat. Fuchs erhöht die Optionen für Büring, und das ist dem Coach extrem wichtig. Denn den Einzug ins Viertelfinale wollen die Münsteranerinnen diesmal unbedingt. Und es wäre auch eine kleine Revanche für den Pokal-K.O. vor fast genau einem Jahr in eigener Halle gegen eben jene VolleyStars.

 

published on Tuesday, November 4, 2014 at 4:30 PM; created by Lutz Hackmann, USC Münster e.V.
Last modification: 11/4/14, 4:45 PM
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